Minden. Ziemlich genau zwei Jahre ist es her, dass Pfarrer Roman Groß seinen Probedienst in der Evangelisch-reformierten Petrigemeinde angetreten hat. Am 29. September 2024 wurde er offiziell im Gottesdienst begrüßt, am 1. Oktober begann sein Dienst. Zum 1. Oktober 2026 verlässt er nun die Gemeinde, um zu promovieren. Offiziell im Gottesdienst verabschiedet wird er am Sonntag, 6. September, um 10 Uhr. Zu diesem besonderen Gottesdienst lädt die Gemeinde herzlich ein.
Roman Groß ist 1992 in Bielefeld geboren und in Vlotho aufgewachsen. Nach dem Abitur 2011 am Vlothoer Wesergymnasium und nach einem Freiwilligen Sozialen Jahr in einer Wohngruppe für Menschen mit Behinderungen in Berlin studierte er zunächst zwei Jahre lang Psychologie jeweils zwei Semester lang in Berlin und Zürich (2012 bis 2014). Anschließend absolvierte er ein Bachelor-Studium und ein Master-Studium in Evangelischer Theologie an der Humboldt-Universität in Berlin, an der Universität in Rostock und an der Universität in Basel. Sein Lernvikariat folgte ab August 2023 in der Gemeinde Hirzenbach in Zürich und die Ordination im August 2024 im Großmünster Zürich.
Für die herzliche Aufnahme in der Gemeinde, für das in ihn gesetzte Vertrauen, für die gemeinsame Zeit und all die schönen Momente und Begegnungen in Minden sei er sehr dankbar, sagt Roman Groß. Dennoch habe er in der Zeit des Probediensts festgestellt, dass sein Herz an der Arbeit in der Wissenschaft hänge. Deshalb habe er sich entschieden zu promovieren.
Ebenso wie das Presbyterium der Petrigemeinde bedauert Superintendent Michael Mertins den bevorstehenden Verlust des jungen Kollegen sehr. Nicht nur in der Gemeinde, sondern auch im Mindener Hospiz – wo er eine Viertelstelle als Seelsorger hatte – war Groß sehr beliebt. Nach dem zweijährigen Probedienst hätte einer verbindlichen Wahl auf die 50-Prozent-Pfarrstelle in der Evangelisch-reformierten Petrigemeinde und gegebenenfalls einer Verlängerung des Dienstauftrags für die Arbeit im Hospiz nichts im Weg gestanden.
Bislang hat sich noch kein Nachfolger beziehungsweise keine Nachfolgerin für Roman Groß gefunden. Die Stelle ist und bleibt ausgeschrieben. Bewerbungen können sich wahlweise entweder auf die Kombination 50 Prozent in Petri plus 25 Prozent im Hospiz Volker-Pardey-Haus beziehen oder auf die halbe Stelle in Petri allein.
Bis zur Besetzung der Position in der Petrigemeinde wird es Unterstützung aus dem Planungs- und Kooperationsraum Minden-West geben. Denn zum Konzept der Planungsräume gehört nicht zuletzt, dass die dort tätigen Pfarrpersonen gemeinsam gewährleisten, dass im gesamten Gebiet die Versorgung gesichert ist. Zum Planungsraum Minden-West gehören neben der Petrigemeinde die Gemeinden St. Marien (ohne St. Matthäus), St. Martini, St. Thomas mit der offenen Kirche St. Simeonis, St. Jakobus und Barkhausen mit aktuell neun Pfarrerinnen und Pfarrern.