Minden. Am Mittwoch, 7. Oktober, ist es so weit: Die neue Staffel „Kirchen und Kino“ geht an den Start – dieses Mal, nachdem Mindens einziges Kino, die „Birke“, seit Mai geschlossen ist, im Albert-Schweitzer-Haus (Brauereistraße 8, 32425 Minden). Wie schon in der Saison 2025 / 2026 ist dann bis Mai des Folgejahres pro Monat jeweils ein Film zu sehen, der von der evangelischen und katholischen Filmarbeit für die Reihe ausgewählt wurde.
„Kirchen und Kino“-Tag ist in Minden immer mittwochs, in der Regel am ersten, manchmal aber auch am zweiten Mittwoch des Monats. Jeweils zwei Tage zuvor werden die Filme auch in Herford im Capitol gezeigt.
Die Reihe startet mit dem norwegisch-dänischen Film „Sentimental Value“. Das unter der Regie von Joachim Trier entstandene Familiendrama erzählt die Geschichte eines gefeierten Regisseurs, der seine Arbeit stets der Kunst unterordnete und nun nach Jahren der Entfremdung eine seiner beiden Töchter für die Hauptrolle in seinem nächsten Film gewinnen will.
Am 4. November steht mit „Karla“ ein Film über ein zwölfjähriges Mädchen auf dem Programm, das Anfang der 60er Jahre von zu Hause wegläuft und seinen Vater wegen sexuellen Missbrauchs anzeigt.
„Dann passiert das Leben“ schildert das Leben eines Ehepaars um die sechzig, dargestellt von Anke Engelke und Ulrich Tukur, das geprägt ist von eingespielten Routinen und verdrängten Konflikten. Eine plötzliche Krise zwingt die beiden, ihre Beziehung und ihr bisheriges Leben noch einmal ganz neu zu sehen (9. Dezember).
„Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße“ ist der letzte Film von Wolfgang Becker. Ein verschuldeter Berliner Videothekenbesitzer (Charly Hübner) wird plötzlich zum charismatischen DDR-Helden stilisiert, weil ein Journalist ihn fälschlicherweise als Drahtzieher einer Massenflucht aus Ost-Berlin darstellt (13. Januar).
Der einzige Dokumentarfilm der Reihe ist am 10. Februar zu sehen. In „Der Tod ist ein Arschloch“ begleitet Regisseur Michael Schwarz Menschen, die täglich mit Sterben, Tod und Trauer zu tun haben – in Hospizen, Bestattungsunternehmen oder im privaten Umfeld. Ernste Themen und Gespräche stehen neben überraschend komischen Elementen; der Ton des Films ist zugleich nachdenklich, humorvoll und lebensbejahend.
Am 10. März ist mit „In die Sonne schauen“ ein ambitionierter Film von Mascha Schilinski zu sehen, in dessen Mittelpunkt vier Frauen aus verschiedenen Generationen einer Familie stehen. Ihnen allen gemeinsam ist, dass sie auf einem Vierseitenhof in Sachsen-Anhalt leben. Über Traumata – und über den Ort, an dem sie wohnen – scheinen ihre Leben auf beklemmende Weise miteinander verbunden zu sein.
„Vier minus drei“ geht auf eine wahre Geschichte zurück. Nach einem tragischen Unfall verliert die Clownin Barbara innerhalb weniger Stunden ihren Mann und ihre beiden Kinder. Der Film zeichnet auf respektvolle Weise die Trauerarbeit der Hauptfigur nach (7. April).
Die neue Staffel „Kirchen und Kino“ endet am 12. Mai mit „The Life of Chuck“, der Verfilmung einer Kurzgeschichte von Stephen King. Ausgehend vom Ende eines Lebens entfaltet sich eine ungewöhnliche Geschichte rückwärts durch die Erinnerungen, Hoffnungen und Erlebnisse eines scheinbar ganz gewöhnlichen Mannes, des Buchhalters Chuck.
Weitere Informationen rund um die Filmreihe und die einzelnen Filme gibt es auf kirchen-und-kino.de.