Minden. Ein Gedenkgottesdienst für still geborene Kinder wird am Pfingstsonntag, 23. Mai, um 16 Uhr auf dem Nordfriedhof gefeiert. Pfarrerin Melanie Drucks, Evangelische Krankenhausseelsorgerin, gestaltet ihn  gemeinsam mit Pfarrer Wolfgang Ricke, dem Katholischen Krankenhausseelsorger, dem Gesprächskreis „Sternenkinder Minden“ sowie ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.   Der Gottesdienst findet draußen vor der Kapelle statt und steht unter dem Motto „Frühling nach langem Winter“. Es gelten die üblichen Corona-Schutz-Regeln wie Abstand, medizinische Maske und Voranmeldung.

Während des Gottesdienstes können Eltern und Geschwister zur Erinnerung an ihr verstorbenes Baby eine Kerze anzünden. Anschließend besteht die Möglichkeit, gemeinsam zu den beiden Grabfeldern für still geborene Babys zu gehen, um auch dort an sie zu denken und Rosen niederzulegen.

Das erste Grabfeld auf dem Nordfriedhof liegt direkt hinter der Trauerhalle. Es besteht seit 14 Jahren. Inzwischen haben dort so viele Babys ihre letzte Ruhe gefunden, dass ein weiteres Grabfeld mit dem Namen „Sternenhimmel“ für stillgeborene Kinder angelegt wurde. „Für Eltern und Familienangehörige ist es wichtig, einen Ort zu haben, an dem sie trauern können“, weiß Krankenhauspfarrerin Melanie Drucks aus vielen Gesprächen. Die Skulptur mit dem großen Glasstern, die das neue Grabfeld wie ein Himmelsgewölbe überspannt, richtet den Blick weg von der Erde hin zum Himmel, an dem nachts die Sterne leuchten. Viele Eltern nennen ihre Kinder, die nur kurz gelebt haben oder still geboren wurden, Sternenkinder.

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