MInden. Mit dem Film „Heldin“ endet am Mittwoch, 6. Mai, vorerst die Kirchen- und Kino-Reihe in Minden (Kino Birke, Marienstraße 7, Minden, 19.30 Uhr). Nach der Sommerpause, voraussichtlich ab September, geht es mit neuen Filmen weiter.

In der aktuellen Diskussion über die Zukunft des deutschen Gesundheitssystems erhält der Film noch einmal neue Aktualität und Brisanz. „Heldin“ ist eine deutsch-schweizerische Koproduktion und im vergangenen Jahr unter der Regie von Petra Volpe entstanden. Auf der voll belegten chirurgischen Station eines Schweizer Krankenhauses beginnt Floria, eine versierte und engagierte Pflegefachkraft, ihre Spätschicht. Die Schicht ist unterbesetzt und bei aller Professionalität und aller Motivation gerät die Situation aus dem Ruder und Floria unterläuft ein schwerwiegender Fehler. Das wirkt umso tragischer, als Floria als eine wirklich versierte Person dargestellt wird, die bei allem Stress und aller Hektik nur das Beste will und selbst unter widrigsten Umständen noch empathisch bleibt und ihren Patienten Zuwendung geben möchte. Leonie Benesch – vor allem bekannt aus dem Film „Das Lehrerzimmer“ – spielt hinreißend diese stets atemlose, von Zimmer zu Zimmer hetzende Heldin, die unter unmenschlichen Rahmenbedingungen versucht, menschlich zu bleiben und letztlich scheitert.

„Heldin“ dauert 92 Minuten und ist geeignet für Zuschauer*innen ab 14 Jahren.