Minden. Wie kann und soll es weitergehen mit der Offenen Kirche St. Simeonis? Diese Frage beschäftigt nicht nur Maike Derstvensek, die seit Dezember letzten Jahres als Gemeindepädagogin sowohl St. Simeonis als auch die Simeons-Herberge betreut. Auch das Team der ehrenamtlichen Gastgeberinnen und Gastgeber, die dafür sorgen, dass die Kirche offen sein kann, stellt sich Fragen wie diese. Hinzu kommt das Interesse vieler Bürgerinnen und Bürger, die das kulturelle und spirituelle Angebot in St. Simeonis schätzen und nicht missen möchten.
Um erste Antworten zu finden, hatte Maike Derstvensek zu einer „Denkwerkstatt“ in St. Simeonis eingeladen; rund 20 Personen folgten der Einladung. Viele der Ehrenamtlichen waren dabei, außerdem Kultur-Interessierte, die sich wünschen, dass es mit dem typischen St.-Simeonis-Programm aus Konzerten, Lesungen und Ausstellungen weitergeht.
Eine große Freude war es für Derstvensek und ihr Team, dass einer der Denkwerkstatt-Gäste sich aktiv dem Gastgeber-Team anschließen will. „Weitere ehrenamtliche Helferinnen und Helfer sind uns grundsätzlich sehr willkommen“, erklärte Derstvensek. Das gelte umso mehr, als in letzter Zeit einige schon seit vielen Jahren Aktive aus Altersgründen das Team verlassen hätten.
Zu Beginn der Denkwerkstatt ging es darum, welche Zielgruppen die Offene Kirche künftig mit ihren Angeboten erreichen will. An einer Stellwand wurden Punkte vergeben für theoretisch in Frage kommende Gruppen. Sehr eindeutig sprachen sich hier die Anwesenden vor allem für die Zielgruppen „Kulturinteressierte“, „Suchende“, „Menschen, die mit Kirche sonst nicht so viel am Hut haben“ und „junge Menschen“ aus. Im weiteren Verlauf des Treffens wurde vor allem die Stellwand für „neue Formate“ gut gefüllt. Von Worship-Lieder-Abenden, sakralem und meditativem Tanz über Ideen zum Thema Hochzeiten bis hin zu einem Format wie „Holy Slowdown“ mit kreativen und besinnlichen Momenten und Zeit zur Ruhe zu kommen, sprudelten die Ideen in großer Vielfalt. Was von den vielen Ideen tatsächlich umgesetzt werden kann und soll, muss jetzt noch geprüft werden, denn umgesetzt werden können nur Ideen, für die es auch Ehrenamtliche gibt, die sich einbringen. Einige kleine Teams haben sich bereits zusammengefunden und gehen nun erste Schritte, zum Beispiel in Richtung einer besinnlichen Abendmusik mit Texten und der Idee eines etwas anderen Cafés (inspiriert durch das Buch „Das Café am Rande der Welt“ von John Strelecky).
(Beitrag von Maike Derstvensek / Offene KIrche St. Simeonis)