Sie sind nur fünfzig Millimeter lang und leben in geselligen Großfamilien in auffälligen Gespinstnestern an Eichenstämmen und in Astgabeln: trotz ihres possierlichen Äußeren werden Eichenprozessionsspinner wegen ihrer potenziell gesundheitsschädlichen Wirkung nicht gerne gesehen. Nur mikrometerlange Brennborsten bedecken die Raupen und können mit einem Nesselgift starke Hautreizungen und allergische Reaktionen hervorrufen. Der Eichenprozessionsspinner breitet sich seit Jahren, vom Klimawandel begünstigt, immer stärker aus und ist in diesem Jahr in Minden besonders aktiv. Jetzt wurden im Außenbereich der Kindertagesstätte an der Ernst-Moritz-Arndt-Straße in direkter Nachbarschaft zur Erlöserkirche die unerwünschten Besucher entdeckt.
Um die Kinder der Einrichtung zu schützen, haben die Mitarbeitenden der Kindertagesstätte und die Kirchengemeinde nicht nur die betroffenen Bäume markiert, sondern den befallenen Bereich umfangreich abgesperrt. Eine Fachfirma zur Bekämpfung der schädlichen Raupen wurde nach Entdeckung des Befalls hinzugezogen. Eine Ortsbegehung durch die Fachleute am Dienstagvormittag bestätigte, dass es sich um den Eichenprozessionsspinner handelt. Die identifizierten Nester werden schon in der nächsten Woche fachmännisch entfernt.
Die Martini-Kirchengemeinde, das Team der Einrichtung und der Verband der Kindertagesstätten im Ev. Kirchenkreis Minden stehen im engen Kontakt und beobachten die befallenen Bereiche aktiv. Die Benutzung der Außenanlagen ist zurzeit nur eingeschränkt möglich. Sollte sich ein Befall an anderer Stelle zeigen oder der befallene Bereich ausbreiten, wird die weitere Nutzung der Anlage neu bewertet. Der laufende Betrieb der Kindertagesstätte selbst ist nicht vom Befall im Außenbereich betroffen.
Sollten Sie ähnliche Beobachten auf kirchlichen Grundstücken oder an Kitas und Kindergärten des Verbands entdecken, freuen sich die jeweilige Kirchengemeinde oder Einrichtung über eine Meldung. Auch die Stadt Minden ruft auf, vom Eichenprozessionsspinner befallene Bäume im öffentlichen Raum per Email (gruenanlagen@minden.de) zu melden.