Minden. Eine Ausstellung rund um das Thema Sterben und Abschied nehmen ist vom 13. bis zum 26. November in der Kirche in Oberlübbe zu sehen. Im Kern geht es dabei um die Frage, was Menschen tun können, um sich selbst und in gewissem Maß auch ihre Angehörigen auf die Zeit des Abschieds vorzubereiten.
Im Mittelpunkt der „Was bleibt“-Ausstellung stehen die Porträts von drei Frauen und drei Männern. Sie alle haben sich Gedanken darüber gemacht, was in ihrem Leben besonders wichtig war und ist, so dass es in das „Schatzkästchen ihres Lebens“ gehört. Sie erinnern sich zum Beispiel an den Fotoapparat, mit dem wichtige Ereignisse festgehalten wurden, an die glückliche Kindheit und den Apfelkuchen der Oma, an das eigene soziale Engagement für benachteiligte Jugendliche oder für ein Trinkwasser-Projekt in Afrika, an die Tauf- und Konfirmationskirche im Heimatort oder die gute Pflege im Krankenhaus. Behutsam lädt die Einladung dazu ein, sich mit der eigenen Endlichkeit auseinander zu setzen und sich bewusst zu machen: Es tut gut, bestimmte Dinge für sich zu klären und zu regeln.
Die „Was bleibt“-Ausstellung in der Oberlübber Kirche wird eröffnet am Freitag, 13. November, um 17.30 Uhr von Michael Vitt in seiner Eigenschaft als Gemeindepädagoge der Kirchengemeinde An der Bergkante. Im Anschluss, ab 18 Uhr, präsentiert Pfarrerin Katrin Berger unter dem Motto „Tod Trauer Tränen“ eine Auswahl poetischer, biblischer und humorvoller Andachten.
Begleitend zu der Ausstellung findet eine Veranstaltungsreihe im Gemeindehaus statt und am Volkstrauertag sowie am Ewigkeitsgottesdienst lädt die Gemeinde zu Gottesdiensten ein.
Am Montag, 16. November, um 16 Uhr referiert Pfarrer Oliver Vogelsmeier im Gemeindehaus am Korfskamp 10 (32479 Hille) über Vorsorge-Themen wie Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht. Am Dienstag, 17. November, um 16 Uhr vermittelt Rechtsanwalt und Notar Dr. Robert Lepsien Wissenswertes rund um das Erbrecht und seine Gestaltung. Am Mittwoch, 18. November, um 16 Uhr informiert der Bestatter Marius Fuchs über Bestattungsformen und –vorsorge. Am Samstag, 21. November, um 15 Uhr laden Pfarrerin Katrin Berger, Marius und Melissa Fuchs zum Trauercafé ein.
Am Montag, 23. November, um 18 Uhr geben Birgit Arning und Maike Schulze von der AOK einen Überblick zu Hilfsangeboten für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen. Für Dienstag, 24. November, um 14.30 Uhr steht eine Modenschau auf dem Programm, bei der Mitglieder der Frauenhilfen „alte Schätzchen und Erinnerungen aus dem Kleiderschrank“ vorführen. Am selben Tag abends um 19.30 Uhr gibt es in der Kirche ein Chorkonzert – unter der Leitung von Bianca Wilhelmy-Droese singt „ungeschminkt chorios“ „Lieder, die man nicht vergisst“. Am Mittwoch, 25. November, um 18 Uhr – dann wieder im Gemeindehaus – referiert Andreas Letkemann von der Diakonie Stiftung Salem über alternative Wohnformen im Alter.
Alle Vorträge sind so konzipiert, dass im Anschluss gern Fragen gestellt und beantwortet werden können. Die Teilnahme an allen Veranstaltungen ist kostenlos.
Am Volkstrauertag, 15. November, predigt Pfarrer i. R. Eberhard Baade um 10 Uhr in der Kirche Bergkirchen über das Thema „Was bleibt – in Gottes Augen?“. Am Ewigkeitssonntag, 22. November, hält Pfarrerin Katrin Berger Gottesdienste um 10 Uhr in der Kirche Bergkirchen, um 14.30 Uhr in der Kirche Ober-lübbe und um 17 Uhr in der Kreuzkirche Rothenuffeln.