Am Mittwoch, 4. Februar, ist in der Birke wieder ein Film aus der Reihe „Kirchen und Kino“ zu sehen. Um 19.30 Uhr wird der iranisch-deutsch-französische Film „Die Saat des heiligen Feigenbaums“ gezeigt. Vor dem Hintergrund der jüngsten Ereignisse im Iran bekommt der 2024 von Regisseur Mohammad Rasoulof gedrehte und ohnehin aufwühlende Film noch einmal neue Bedeutung und Tiefe.

„Die Saat des heiligen Feigenbaums“ erzählt die Geschichte eines iranischen Juristen, der zum Untersuchungsrichter am Revolutionsgericht in Teheran berufen wird. Zu seinen Aufgaben und Befugnissen gehört es u. a. auch, Todesurteile zu unterschreiben. Im September 2022 kommt es nach dem Tod von Jina Mahsa Amini überall im Iran zu Protesten. In der Familie des Richters entwickeln sich immer intensivere Spannungen, da zum Beispiel die beiden Töchter sich über die sozialen Medien über die Lage im Land informieren, was streng verboten ist. Als seine Waffe verschwindet, verdächtigt der Vater eine seiner Töchter. Der Verdacht innerhalb der Familie, die politische Situation im Land und der Druck, unter dem der Richter aus beruflichen Gründen steht, sind eine fatale Mischung. Nach und nach entwickelt sich ein unaufhaltsames, furchtbares Familiendrama.

Der Film dauert 167 Minuten und ist empfehlenswert für Zuschauer*innen ab 16 Jahren.