Petershagen. Bis heute bestehen in Petershagen die klassischen Elemente einer kleinen jüdischen Landgemeinde – und das ist einzigartig in ganz Norddeutschland. Die Synagoge stammt aus den Jahren 1845 und 1846, die jüdische Schule und die „Mikwe“, das jüdische Ritualbad, wurden 1796 errichtet. Außerdem gibt es noch einige frühere jüdische Wohnhäuser. Aus dem jüdischen Friedhof ist eine Gedenkstätte geworden; 36 Stolpersteine erinnern an Menschen, die im Nationalsozialismus ermordet wurden, und das Informations- und Dokumentationszentrum vermittelt Wissen über fast 500 Jahre jüdische Orts- und Regionalgeschichte.

Zwei Führungen auf den Spuren jüdischen Lebens in Petershagen bietet im August Wolfgang Battermann an. Treffpunkt ist am Freitag, 19. August, und am Freitag, 26. August, jeweils im 18 Uhr die Alte Synagoge Petershagen (Goebenstraße 5+7, 32469 Petershagen). Die Führungen dauern etwa anderthalb Stunden; die Teilnahme kostet drei Euro und erfordert einen 3G-Nachweis. Um Anmeldung wird gebeten bei Bianca Krumme, Telefon (0571) 837 44-58, Mail bianca.krumme@kk-ekvw.de.

Die Führungen in Petershagen sind Teil des Begleitprogramms zu einer von der Evangelischen Erwachsenenbildung und vom Referat für gesellschaftliche Verantwortung des Kirchenkreises organisierte Ausstellung in der Offenen Kirche St. Simeonis: Vom 11. August bis zum 1. September macht die Ausstellung „Nichts war vergeblich“ aufmerksam auf die Biografien von 18 Frauen, die im Nationalsozialismus auf unterschiedliche Weise Widerstand geleistet haben.

(Bild: NRW-Stiftung / Ziese)

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