Minden. Besinnlich, nicht süßlich: Unter dem Titel „Inferno“ ist in der Offenen Kirche St. Simeonis eine Ausstellung mit Bildern der Portaner Künstlerin Gerhild Schlischewsky zu sehen, die in der Adventszeit eher ungewöhnlich ist. Mit 26 Bildern unterschiedlichen Formats, einfühlsam und wirkungsvoll in den 807 Jahre alten Kirchraum von St. Simeonis integriert, legt die Künstlerin den Finger in die Wunden unserer Zivilisation, die „gefährdet ist, weil sie gefährlich ist“. Die Bilder zeigen zum Beispiel die vom Menschen verursachte Umweltzerstörung mit ihren Folgen, menschenverachtende Staatsgewalt, Terrorismus, Hunger und Flucht. Da Gerhild Schlischewsky gegenständlich malt, sprechen ihre Bilder das Auge der Betrachtenden in schonungsloser, aber dadurch auch Empathie mit den Opfern hervorrufender Weise an. So bleibt diese Ausstellung nicht bei der Anklage stehen, sondern zielt auf Solidarität und tätige Mithilfe im Alltag der Ausstellungsbesucher*innen. Die Ausstellung ist noch bis zum 23. Dezember in der Offenen Kirche St. Simeonis dienstags bis samstags von 11 bis 17 Uhr zu sehen. Für den Besuch gelten die aktuellen Corona-Präventionsregeln; Gruppen müssen sich bitte anmelden (Telefon: 0571 9341968, Mail: andreasbruegmann@gmx.de).

(Beitrag von Pfarrer Andreas Brügmann, Foto von Alfred Loschen)

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