​Meine Frau ist oft beruflich unterwegs zu christlichen Konferenzen und wenn sie heimkommt, hat sie meist ein nettes Mitbringsel für mich. Aus dem Süden Deutschlands erhalte ich z. B. oft eine Tüte mit frischen „echten“ Laugenbrezeln.
Doch kürzlich war ich verwundert: Sie präsentierte mir ein kleines Glas mit der Aufschrift „Kirche im Glas“. Erst dachte ich, es wäre ein Druckfehler, denn schließlich heißt unsere Gemeinde in Minden „Kirche am Glacis“.
Der Inhalte des Glases entpuppte sich als eine Sauerteigkultur im Trockenzustand, frei nach dem Jesuswort an seine Jünger im Matthäusevangelium 13,33: „Man kann Gottes himmlisches Reich mit einem Sauerteig vergleichen, den eine Frau zum Brotbacken nimmt. Obwohl sie nur wenig davon unter eine große Menge Mehl mischt, ist am Ende alles durchsäuert.“
Jesus erzählt in diesem Gleichnis davon, dass sich das Reich Gottes immer weiter ausbreitet und alles durchdringt.
Dieses Bild ist bis heute Ansporn für die christliche Kirche. Was kann ich dafür tun, dass sich Barmherzigkeit, Liebe und Freundlichkeit ausbreiten und damit auf den guten Gott hinweisen? Wie kann ich anderen das Beste unterstellen und wertschätzend mit Menschen umgehen?
Die Osterfeiertage zeigen uns, dass Gott selbst damit angefangen hat, das Gute zu tun: Jesus trägt unsere Schuld und Verfehlungen (Karfreitag), wird auferweckt (Ostern) und überwindet damit die Grenze des Todes. Deshalb sind alle, die an Jesus Christus glauben, Hoffnungsmenschen.
Ich wünsche Ihnen und mir, dass wir in diesen Tagen Hoffnungsmenschen begegnen und auch selbst die Liebe Gottes unseren Mitmenschen gegenüber zeigen können.
Besuchen Sie gern einen der vielen Passions- und Ostergottesdienste, Messen oder Andachten in unseren Kirchen, um die christliche Hoffnung mit anderen zu feiern.

Olaf Mohring

Olaf Mohring

Pastor der Kirche am Glacis, Minden