Minden. 1946 wurden in der zerstörten Reichskanzlei in Berlin rund 8000 Liebesbriefe, Ansichts- und Glückwunschkarten von Frauen an Adolf Hitler gefunden. Fast 40 Jahre später hat Helmut Ulshöfer einen Teil dieser Briefe und Karten in dem Buch „Liebesbriefe an Adolf Hitler – Briefe in den Tod“ veröffentlicht (1994). Das Buch ermöglicht eindrucksvolle Einblicke in die Gefühls- und Gedankenwelt von Frauen, die den „Führer“ glühend verehrten oder sogar meinten, ihn zu lieben. Etliche von ihnen wurden aufgrund ihres Liebesbekenntnisses für geisteskrank erklärt und in einer Heilanstalt untergebracht. Manche wurden auch im Rahmen des Euthanasie-Programms ermordet.

Eine szenische Lesung von Liebesbriefen an Adolf Hitler mit Bianca Krumme, Katja Mehwald, Karl-Heinz-Ochs, Maja Pape und Heidrun Thiel ist am Montag, 29. August, um 19 Uhr im Martinihaus zu erleben (Martinikirchhof 7, 32427 Minden).

Der Abend ist der letzte Teil des Begleitprogramms zu der Ausstellung „Nichts war vergeblich. Frauen im Widerstand gegen den Nationalsozialismus“ in der Offenen Kirche St. Simeonis (11. August bis 1. September), die von der Evangelischen Erwachsenenbildung und vom Referat für gesellschaftliche Verantwortung des Kirchenkreises organisiert wurde. Der Eintritt ist frei; um Anmeldung wird gebeten bei Bianca Krumme, Telefon (0571) 837 44-58, Mail bianca.krumme@ekvw.de.

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