Um Kinder, Jugendliche und schutzbedürftige Personen im Kirchenkreisverband Herford, Minden, Lübbecke und Vlotho bestmöglich vor sexualisierter Gewalt zu schützen, müssen haupt- und ehrenamtlich tätige Personen sensibilisiert werden.

Die Evangelische Kirche hat sich dieses Thema selbst auferlegt. Die Umsetzung liegt für die vier Kirchenkreise Herford, Minden, Lübbecke und Vlotho beim Kirchenkreisverband.

Bis Ende März nächsten Jahres müssen zahlreiche haupt- und ehrenamtliche Mitarbeitende ein erweitertes Führungszeugnis vorlegen, das auch zukünftig überprüft wird.

Zum weiteren Vorgehen erklären die beiden Referentinnen der Evangelischen Erwachsenenbildung, Anna-Lena Köhler (Herford) und Katrin Weber (Minden): „Des Weiteren benötigen wir alle Wissen über die vielfältigen Aspekte, die dieses Thema in sich trägt – begonnen bei einer Begriffsbestimmung, über Strategien der Täter:innen bis hin zu Risikofaktoren, die sexualisierte Gewalt begünstigen. Wir müssen wissen, wie wir Gefahren ermitteln können (Stichwort Risikoanalyse), wir müssen wissen, was zu tun ist, um Kinder und Jugendliche zu schützen (Stichwort Schutzkonzept) und wir müssen wissen, wie wir uns verhalten, wenn eine Vermutung oder ein Verdacht auf sexualisierte Gewalt im Raum steht (Stichwort Interventionsplan). Dieses Wissen wird in verschiedenen Schulungsmodulen von unseren Multiplikator:innen Uwe Bleicher, Kerstin Böger-Fischer und Heike Wellner vermittelt. Weiterhin müssen alle Gemeinden bis 2024 ein umfangreiches Konzept vorlegen, das für einen besseren Schutz vor sexualisierter Gewalt sorgen soll“.

Hintergrund für diese Offensive gegen sexualisierte Gewalt und Missbrauch ist: Am 18. Oktober 2019 hat der Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) die Richtlinie zum Schutz vor sexualisierter Gewalt verabschiedet. Die Richtlinie fußt auf Artikel 9 der Grundordnung der EKD und setzt damit einen verbindlichen Rahmen zum Schutz vor sexualisierter Gewalt.

2020 wurde in den vier Kirchenkreisen Herford, Lübbecke, Minden und Vlotho in einer ersten Hochrechnung ermittelt, dass rund 7.000 ehren- und hauptamtliche Mitarbeitende geschult werden müssen.

Wer von sexualisierter Gewalt oder Missbrauch betroffen ist, kann sich vertrauensvoll an Kirchenrätin Daniela Fricke wenden unter der Telefonnummer 0521 594308 oder 0175 5859852.

Für Rückfragen stehen die Referentinnen in der Evangelischen Erwachsenenbildung gerne zur Verfügung: Anna-Lena Köhler, Telefon 0174 9379572, Mail erwachsenenbildung@kirchenkreis-herford.de, und Katrin Weber, Telefon  01520 3391849, Mail erwachsenenbildung@kirchenkreis-minden.de

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