Minden. „Das Teen-Wochenende für Konfis auf dem Bückeberg ist eigentlich Kult“, sagt Michael Vitt von juenger unterwegs, „und entsprechend groß war die Enttäuschung, als uns klar wurde, dass in diesem Jahr nichts daraus wird.“

Normalerweise gehört in vielen Gemeinden für Jugendliche in der Konfirmandenzeit ein Wochenende im Jugend-Begegnungs- und Freizeitzentrum (JBF) in Obernkirchen einfach dazu. Meistens tun sich vier Gemeinden zusammen und laden ihre Konfirmand*innen für ein Wochenende unter einem bestimmten Motto dorthin ein. Das stärkt die Gemeinschaft in den Gruppen und macht auch deshalb Spaß, weil es möglich ist, Gleichaltrige aus anderen Gemeinden zu treffen und kennenzulernen. Um die 120 bis 130 Leute kommen auf diese Weise in jedem Jahr zusammen. Dieses Mal jedoch sagte das JBF ab, weil dort die Corona-Zeit für Umbau-Maßnahmen genutzt wurde.

Das Teen-Wochenende ausfallen zu lassen, sei jedoch keine Option gewesen, erzählt Vitt. „Gerade für Jugendliche ist die Corona-Zeit eine schlimme Durststrecke, eine echte Zumutung gewesen“, sagt er. Die Verantwortlichen bei juenger unterwegs und in den beteiligten Gemeinden seien sich also einig gewesen, dass eine Alternative gefunden werden musste.

Diese alternative Möglichkeit fand sich in der St.-Martini-Kirche – gut erreichbar und mitten in Minden. Insgesamt wurden zwei Teen-Wochenenden organisiert: Am dritten Februar-Wochenende kamen 45 Konfirmand*innen aus Leteln, Windheim und Dankersen zusammen, am vierten Februar-Wochenende 52 Konfirmand*innen aus St. Martini, St. Thomas, aus dem Martin-Luther-Haus, Kleinenbremen und der Evangelisch-Methodistischen Gemeinde.  Unter dem Motto „Connect – verbunden sein ist wichtig“ erkundeten sie bei Spielen und Aktionen, in Workshops und bei Stationenläufen im Grunde das, was wegen Corona lange zu kurz gekommen ist: das Potenzial von Begegnung, Verbundenheit und Gemeinschaft. Turmbesteigungen, Exkursionen in den Stadtteil und drei Bands rundeten das Angebot ab. Wegen des Kriegs in der Ukraine wurde kurzfristig am Samstag um die Mittagszeit ein öffentliches Friedensgebet in das Programm integriert.

„Ein Wochenende auf dem Bückeberg hat natürlich eine andere Intensität“, erklärt Vitt, „aber trotzdem war deutlich zu sehen, wie gut das Miteinander den Jugendlichen getan hat.“ Deshalb seien die Gemeinden sehr froh, diesen anderen Rahmen für das Teen-Wochenende gefunden zu haben.

 

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