Minden. „Der Stein sagt uns, was er werden will“, sagt Lisa Dehler-Schmahl, die seit vielen Jahren Bildhauerin und ehrenamtliche Leiterin der Touristinformation  und Info-Galerie Obernkirchen ist. Was hingegen gar nicht gehe:  dem Stein einen fremden Willen aufzuzwingen, ihm physisch Gewalt anzutun. Gemeinsam mit Thea Hanke und Gerda Voigt stellt Dehler-Stahl bis zum 4. Mai in Minden in der Offenen Kirche St. Simeonis aus.

Das Material: Steatit, gewöhnlich genannt „Speckstein“. In seiner härtesten Form wird Speckstein zum Bau von Kaminöfen verwendet. In seiner „weichen“ Form ist Speckstein dafür prädestiniert, bildhauerisch bearbeitet zu werden – und schon seit über 5000 Jahren als Werkstoff beliebt. Die mineralische Zusammensetzung ist vielfältig und führt zu einer großen Palette an Gesteinsfarben von rosa, hellgrün, grau, braun und schwarz bis hin zu mehrfarbigen und bunten Steinen. Je nach Oberflächenpolitur entstehen matte oder glänzende Farben.

Für die Ausstellung im 807 Jahre alten Kirchraum von St. Simeonis haben die Künstlerinnen 18 Objekte sehr unterschiedlicher Größe ausgewählt. Die Eröffnung wurde musikalisch gestaltet von Antje Glöckner, die in einer eigenen Improvisation auf dem Piano „Steine ins Rollen“ brachte. Literarisch antwortete der Mindener Dichter Hans Kirchhoff, der eigene Texte rezitierte.

Die Ausstellung läuft bis zum 4. Mai  und ist zu sehen dienstags bis samstags von 11 bis 17 Uhr.

(Text von Pfarrer Andreas Brügmann, Foto von Alfred Loschen / Offene Kirche St. Simeonis)

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