War Jesus Christus eigentlich Sportler? Auch wenn ich mir gut vorstellen kann, dass er in seiner Kindheit mit anderen Kindern gespielt hat und herumgetollt ist, handelt es sich doch um eine spekulative Frage. Wir wissen es einfach nicht. Wir können wohl sagen, dass Jesus den Beruf seines Adoptivvaters, des Hl. Josef, erlernt hat und mit seiner Hände Arbeit zum Lebensunterhalt der Hl. Familie beigetragen hat. Er hat sich für das tägliche Brot angestrengt.
Weihnachten sagt uns, dass der Sohn Gottes aus der Jungfrau und Gottesmutter Maria Mensch geworden ist. Er, der wie der Vater und der Hl. Geist immer Gott war, ist und bleiben wird, ist vor 2000 Jahren einer von uns geworden. Er ist mir in allem gleich geworden außer der Sünde. Er hat sich bei seiner handwerklichen Arbeit angestrengt. Er hat nicht die Mühe der langen Wege durch das Heilige Land gescheut, um das Reich Gottes zu verkünden und Wunder zu wirken. Wenn wir uns bei unseren täglichen Aufgaben im Haushalt, im Beruf aber auch beim Sport und in der Freizeit anstrengen, erfahren wir, was es bedeutet, dass das Wort (der Sohn Gottes) Fleisch (Mensch) geworden ist. Gott, der Sohn wird einer von uns. Was uns Kraft kostet, hat auch Jesus Kraft gekostet. So nah kommt Gott dem Menschen, so sehr liebt er mich, dass er nicht einmal Krippe, Kreuz oder Grab scheut. Aus Liebe zu mir nimmt er das alles auf sich, damit seine Auferstehung von den Toten auch für mich ewiges Leben bedeutet. Wenn ich also das nächste Mal zuhause, im Beruf oder im Sport schufte, darf ich wissen, dass auch der Sohn Gottes aus Liebe zu mir geschuftet hat und dass er bei mir, an meiner Seite bleibt.
Ja, das Wort ist wirklich Fleisch geworden „und hat unter uns gewohnt, und wir haben seine Herrlichkeit gesehen, die Herrlichkeit des einzigen Sohnes vom Vater, voll Gnade und Wahrheit.“ (Joh. 1,14)

Pastor Christian Bünnigmann

Pastor Christian Bünnigmann

Seelsorger im Pastoralverbund Mindener Land