Mit den Ausstellungen „Namen statt Nummern“ und „Geistliche im KZ Dachau“ in der Offenen Kirche St. Simeonis, die am 15. Juni eröffnet wurden, beginnt eine breit angelegte Veranstaltungsreihe unter dem Motto „750 Jahre jüdisches Leben in Minden, Petershagen und Porta Westfalica“. Anlass ist das Festjahr „1.700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“.

Schon seit dem 13. Jahrhundert leben Juden in Minden; bereits im 14. Jahrhundert gab es eine Synagoge und einen jüdischen Friedhof. Insgesamt 15 Kooperationspartner haben gemeinsam ein vielfältiges Programm mit Ausstellungen, Konzerten, Lesungen und Vorträgen zusammengestellt. Der Schwerpunkt der Veranstaltungsreihe wird auf den Monaten September, Oktober und November liegen. Aber auch in den nächsten Wochen steht Einiges auf dem Programm.

Die beiden Ausstellungen in St. Simeonis laufen bis zum 10. Juli und sind dienstags bis samstags von 11 bis 17 Uhr zu sehen. Die Wanderausstellung „Namen statt Nummern“ ist Teil des Projekts „Gedächtnisbuch“. Kerngedanke der Ausstellung ist es, Menschen, die im Konzentrationslager Dachau gestorben sind, statt der Häftlingsnummern Namen zu geben. Exemplarisch werden 22 der Biografien gezeigt, die im Rahmen des Gedächtnisbuch-Projekts recherchiert worden sind. Im Zentrum der Ausstellung „Geistliche im KZ Dachau“ (Foto) stehen acht Biographien von geistlichen Personen, die in Dachau gestorben sind.

Am 25. Juli steuert die Arbeitsgemeinschaft Alte Synagoge Petershagen einen Beitrag zum Festival „Musik & Kultur in westfälischen Landsynagogen“ bei. Ab 14 Uhr referiert Dieter Przygode zum Thema „Auf den Spuren der jüdischen Familien Voss und Meyer“, ab 15 Uhr gibt es einen koscheren Imbiss und die Möglichkeit zu einem Rundgang auf den Spuren jüdischen Lebens in Petershagen. Von 17 bis 18 Uhr geben Kantor Baruch Chauskin und das Duo Repentino ein Konzert mit jiddischen und hebräischen Liedern.

Ab 17. August und dann bis zum 12. September bietet das Kinder- und Jugendkreativzentrum die Ausstellung „Anne Frank. Ein Mädchen schreibt Geschichte“ an. Veranstalter ist der Freizeitmitarbeiterclub Minden e. V. in Kooperation mit dem Jugendkreativzentrum Anne Frank, das Anne Frank Zentrum Berlin und die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Minden e. V.

Danach geht es weiter ab dem Europäischen Tag der jüdischen Kultur, der am 5. September begangen wird.

Nähere Informationen zur ganzen Veranstaltungsreihe gibt es in dem Faltblatt „750 Jahre jüdisches Leben in Minden, Petershagen und Porta Westfalica“.

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