Minden. Eine Serie außergewöhnlicher Konzerte ist derzeit in Minden zu erleben. Am ersten Samstag des Septembers traten auf Kanzlers Weise Die Ärzte auf; für den zweiten Samstag des Monats haben sich Die toten Hosen angesagt.  – In der Regel treten Bands dieses Kalibers in Städten auf, die wesentlich größer sind als Minden.

Zwischen diesen beiden Großkonzerten kam am ersten Sonntag des Monats noch eine weitere Gruppe in die Weserstadt, die hier eigentlich nicht zu erwarten ist: die russische Protest-Punk-Frauen-Band Pussy Riot. Weltweit bekannt geworden ist die Band durch ihre spektakuläre Aktion vor zehn Jahren in der Moskauer Christ-Erlöser-Kathedrale. Jetzt trat die Aktivistinnen-Gruppe um Maria „Masha“ Alyokhina in der fast 1000 Jahre alten Mindener St.-Marien-Kirche auf.

Zu sehen und zu hören war eine eindrucksvolle Performance aus Gesang und Sprechgesang, Tanz und Schauspiel, Livemusik und Lichteffekten. Rund 90 wütende, wilde, wunderbare Minuten lang dauerte die Show, die mal laut, mal leise im Kern die Geschichte von Alyokhina als Pussy-Riot-Aktivistin erzählt.

Auf einer Leinwand im Hintergrund laufen im Rahmen der Deutschland-Tournee deutschsprachige Texte, so dass die Zuschauer*innen dem Geschehen folgen können. Gegen Ende der Konzerte bitten die Musikerinnen ihr Publikum um Spenden für ein Kinderkrankenhaus in Kiew; auch sie selbst spenden für diesen Zweck die Hälfte ihrer Einnahmen aus dem Verkauf von Fan-Artikeln. Sie verabschieden sich mit dem intensiven Appell an die Zuschauer*innen, gemeinsam gegen den Krieg in der Ukraine zu kämpfen.

(Bild von Sabina Matschke)

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