Liebe wächst wie Weizen

Jesus Christus spricht: „Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und erstirbt, bleibt es allein, wenn es aber erstirbt, bringt es viel Frucht.“ Liebe Leserinnen und Leser,die Frucht steht erst am Ende. Und bis wir Früchte ernten können, ist es oft ein langer, beschwerlicher Weg. So manches Mal ernten wir dazu noch andere Früchte, als die, die wir uns erhofft haben. Manchmal muss etwas Altes...

Nur wer weit blickt, findet sich zurecht.

Dieser schon immer wertvolle Satz von Dag Hammerskjöld, den ersten Generalsekretär der Vereinten Nationen, hat für mich eine ganz neue praktische Bedeutung gewonnen in diesen Tagen. Denn meine Frau fand neulich heraus, dass wir das Sehvermögen durch Spazierengehen trainieren können. Nicht aber das, wie mittlerweile die meisten von uns es tun: Versunken im Karussell der Gedanken, beschäftigt mit...

Gedenke, Herr, an deine Barmherzigkeit und an deine Güte

Eine Menge Gedenken an so viel Fürchterliches begleitet unsere letzten Wochen. Manchmal kommt es mir so vor, als ob ich den Überblick verliere. Allen voran der Krieg in der Ukraine, der nun schon seit einem Jahr und einer Woche uns täglich hässliche Bilder und immer wieder neuen Schrecken liefert. Aber da war doch auch vor wenigen Wochen erst das Gedenken an die Befreiung von Auschwitz und auch...

Krieg und Christentum

Für einen Christen stellt sich im Ukraine-Krieg die Frage: Was ist vertretbar? Pazifismus, Selbstverteidigung oder gewaltsamer Widerstand? Schaut man ins Neue Testament, so scheint Jesus diese Frage gar nicht im Blick zu haben. Die Frage nach innerer und zwischenmenschlicher Vergebung war das Thema Jesu: Verachtete Zöllner, die verräterisch im Auftrage der Römer handelten, versöhnend wieder in...

Gott glaubt an Dich!

Gott sprach zu Mose: Du sollst mein Volk aus der Gefangenschaft befreien. Geh zum Pharao und sag ihm, dass er es gehen lassen soll. Und dann führe das Volk Israel aus Ägypten heraus. Mose dachte: „Das schaff ich nie! Ich kann mich nicht gut ausdrücken. Was soll ich nur sagen? Der Pharao wird nicht auf mich hören. Er wird mich auslachen. So wie ich spreche, hört niemand auf mich.“ Aber Gott ließ...

Hört, hört!

„Wer nicht hören will muss fühlen“ – kennen Sie diesen Satz auch? In früheren Zeiten war er die Einleitung zu einer elterlichen Tracht Prügel. Heute dient er eher als Ausdruck pädagogischer Resignation und heißt dann soviel wie: „Mach nur so weiter. Du wirst schon sehen, was Du davon hast.“ In jedem Fall ist er in unserem Sprachempfinden negativ besetzt. Entweder bedeutet er: Da ist jemand, der...